Sonntag, 5. August 2012

Mirabellen-Kletteraffe gesucht

Direkt hinter der Tür zum Garten Edi steht ein Mirabellenbaum. Ich gebe zu, vorher noch nie eine Mirabelle gegessen zu haben, aber der Name klang nach Bullerbü-Sommern und Marmelade aus Frankreich. Jedenfalls sind Mirabellen meiner Ansicht nach eine Mischung aus Aprikose und Pflaume, zumindest vom Geschmack her. Unser Gartennachbar Anton würde vermutlich etwas anderes sagen, aber er ist ja auch ein Experte, der so Dinge wie "Mirakosen" pflanzt...

Jedenfalls steht so ein Mirabellen-Baum im Garten Edi und im Moment ist er voller Früchte die vor sich hin reifen und offensichtlich sehr begehrt sind. Denn jeden Morgen verscheuche ich mit meinem Aufschliessen des Gartentörchens als erstes einen Schwarm von Halsbandsittichen. Das sind wunderhübsche grüne Vögel, kleine Papageien, die sich auf der anderen Seite des Kittelbaches, direkt in Sichtweite, in einem gigantisch großen Baum angesiedelt haben. Ich liebe diese Vögel, sie sind so exotisch und darum hier im Garten fast magisch, aber sie fuchteln so im Mirabellenbaum herum, dass ich Morgens erst einmal all die einmal angepickten Früchte von der Wiese auflesen muss.

Und dann, direkt nach dem Pflückten der schwarzen Brombeeren, sammele ich die reifen Mirabellen ein, zumindest die, an die ich heran komme. Die Äste sind so voll, dass ich schon darüber nachdenke, ein zahmes Kletteräffchen zu kaufen. Meinen eigenen Herrn Nilsson, was die Erfüllung eines weiteren Kindertraumes wäre.... Herr Nilsson würde mir alle Mirabellen pflücken und in den lila gepunkteten Killepitsch-Eimer legen, den wir zur Hochzeit bekommen haben. Als Belohnung würde ich Herrn Nilsson kraulen während er ein paar Mirabellen verspeist. Welch schöner Traum.

Im Hier und Jetzt werde ich aber wohl in ein paar Tagen oder Wochen die Leiter aus dem Werkzeugschuppen hervor holen und den Kletteraffen selber spielen müssen um alle dann wirklich reifen Früchte zu ernten. Meine liebe Renee hat schon ein bisschen geholfen und Maya hat zugeguckt. Ich bin mal gespannt, wann mir meine tägliche, immer größer werdende Portion an Mirabellen aus den Ohren raus kommt. Zum Glück gibt es ja noch die Brombeeren zum Ausgleich...